Ortsentwicklung

banner_entwurf ortsentwicklungFunktionsfähige Ortszentren als Ankerpunkte

Wie viele ländlich geprägte Regionen in Deutschland und Bayern stehen auch die Gemeinden des Passauer Oberlandes vor der Herausforderung, die Attraktivität ihrer Ortszentren zu erhalten oder zu steigern. Immer häufiger sehen sich Märkte und Gemeinden jedoch mit der Bedrohung konfrontiert, durch leer stehende Gebäude im Ortskern an Lebendigkeit und Anziehungskraft zu verlieren. Jeder Laden, der schließt und Wohnnutzung, die aufgegeben wird, bedeutet für den jeweiligen Ort dabei nicht nur den schleichenden Verlust seiner optischen Attraktivität, sondern eine Schwächung seiner Rolle als Versorgungsstützpunkt im ländlichen Raum. Funktionsfähige Ortszentren, die alle wesentlichen Einrichtungen des täglichen Bedarfs vorhalten, sind vor diesem Hintergrund Garanten der Versorgung des ländlichen Raums.
Sie zu erhalten stellt die Kommunen nicht zuletzt wegen des demographischen Wandels, der Abwanderung junger Menschen in die Ballungszentren und eines veränderten Konsumverhaltens zugunsten der Verbrauchermärkte an den Ortsrändern und zulasten der kleineren Ladeneinheiten in den Ortsmitten vor große Herausforderungen.
Das Handlungsfeld Ortsentwicklung im Passauer Oberland sieht es als seine Aufgabe, diesen gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung zu tragen und dabei auch die Nebenorte bzw. Ortsteile der Gemeinde einzubeziehen:

    • Die Attraktivität der Ortszentren insbesondere für Senioren und Familien steigern (barrierefreie Erreichbarkeit öffentlicher Einrichtungen, Schaffen von Wohnraum in der Ortsmitte und damit fußläufige Erreichbarkeit
    • Leerstandsmanagement für Gebäude, Geschäfte und Gewerbeeinheiten (mit den Eigentümern neue Nutzungskonzepte entwickeln, Fördermöglichkeiten für Sanierung und/oder Umnutzungen abklären, Herausgabe eines Förderratgebers)
    • Den Flächenverbrauch überdenken (periphere Lagen zugunsten von Flächen im Ortszentrum beschränken, dadurch Sparpotenzial bei den Infrastrukturausgaben nutzen)
    • Sicherung der Daseinsvorsorge vor Ort (Grundversorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, ärztliche Versorgung, Apotheken, Banken etc.)
    • Mobilität für Jung und Alt in ländlichen Lagen sichern.

Als Basis für die weitere Entwicklung und die Ableitung notwendiger Maßnahmen soll zunächst eine Analyse der Mitgliedsgemeinden und ihrer Ortsteile erfolgen. Diese Analyse wird vom Amt für ländliche Entwicklung Niederbayern gefördert.